Schulabsentismus – Wenn Kinder nicht mehr in die Schule gehen
In den letzten Jahren begegne ich ihm immer häufiger – dem Thema Schulabsentismus. Kinder und Jugendliche, die über Wochen, manchmal sogar Monate, nicht mehr zur Schule gehen. Und dahinter stecken fast nie Faulheit oder Trotz, sondern meist: Angst. Druck. Überforderung.
Der aktuelle Beitrag der SRF Rundschau („Stress, Druck, Angst – wenn Kinder nicht mehr zur Schule gehen“) bringt genau das auf den Punkt. Er zeigt eindrücklich, was ich in meiner täglichen Arbeit bei Myndsetting seit Jahren erlebe: Schulverweigerung ist oft ein stiller Hilferuf.
Warum gehen Kinder nicht mehr zur Schule?
Hinter Schulabsentismus steckt immer eine Geschichte. Manchmal eine leise, manchmal eine sehr laute. Diese Gründe begegnen mir besonders häufig:
Psychische Belastungen: Ängste, Depressionen oder soziale Unsicherheiten können den Schulbesuch fast unmöglich machen.
Mobbing und Ausgrenzung: Wer sich nicht sicher fühlt, zieht sich zurück – oft ganz aus dem System.
Leistungsdruck: Die Angst zu versagen, nicht zu genügen, erzeugt enormen Stress.
Familiäre Herausforderungen: Instabile Lebensumstände können den Schulalltag zusätzlich erschweren.
Fehlende individuelle Unterstützung: Nicht jedes Kind passt ins Schema F. Und manche brauchen einen anderen Rahmen, um wieder Vertrauen zu fassen.
Was bedeutet das für die Betroffenen?
Wenn Kinder nicht mehr zur Schule gehen, geht es nicht „nur“ um versäumten Stoff. Es geht um viel mehr:
Verlorene Bildungswege
Isolation von Gleichaltrigen / Peers
Verstärkte psychische Belastungen
Fehlende Perspektiven
Und für Eltern ist es oft eine emotionale Zerreissprobe – zwischen Sorgen, Schuldgefühlen und dem Versuch, irgendwie „richtig“ zu reagieren.
Was braucht es jetzt?
Ich bin überzeugt: Wir müssen Schulabsentismus früher erkennen und ernst nehmen. Kein Kind bleibt freiwillig zu Hause, wenn es sich gesehen, sicher und verstanden fühlt.
Was wir brauchen, sind keine schnellen Schuldzuweisungen, sondern tragfähige Lösungen:
Individuelle Angebote – wie Timeouts, Einzelunterricht oder Übergangsmodelle, angepasst an die Realität der Kinder.
Beziehungsarbeit auf Augenhöhe – weil Vertrauen oft der erste Schritt zurück ist.
Psychosoziale Begleitung – in der Schule, zu Hause und überall dazwischen.
Raum für neue Wege – denn manchmal braucht es unkonventionelle Lösungen, um ein Kind wieder ins System zu holen.
Was wir bei Myndsetting tun
Mit unserem sonder- und sozialpädagogischen Angebot bei Myndsetting bieten wir genau diesen Raum:
Ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche wieder auftanken, sich stabilisieren und Schritt für Schritt in ihren Schulalltag zurückfinden können – in Begleitung von Menschen, die an sie glauben.
Wenn du in deiner Schule, Gemeinde oder Institution Kinder hast, bei denen du nicht mehr weiterkommst – melde dich gerne. Es braucht oft nicht viel. Nur den ersten Schritt.
Mehr zu unserem Angebot findest du auf www.myndsetting.ch
Oder schreib uns direkt. Wir freuen uns auf den Austausch.